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Archiv: Radfahrer auf Spazierwegen.

Hund&Mensch

Bald fängt sie wieder an, die Zeit wo die Möchtegern „Tour de France“ Fahrer unterwegs sind. Eine Zeit, die uns Hundehaltern das Fürchten lehrt, aber nicht nur uns sondern auch älteren Menschen und Familien mit Kindern.

Ich rede hier nicht von den normalen Radfahrern, die gemütlich spazieren fahren, einen Ausflug alleine oder mit Familie unternehmen oder ganz einfach mit dem Rad von Punkt A nach Punkt B fahren mit normalen 10 KMH oder auch ein kleines bisschen flotter. Die auf den Spazierwegen so vernünftig sind und klingeln wenn sie sich von hinten nähern und nachts sogar eine Radbeleuchtung haben. Wenn mich jemand mit akustischen Signalen verständigt, dass er vorbeifahren möchte, gehe ich gerne auf die Seite und freue mich über die Höflichkeit, denn diese ist leider selten geworden. Wenn sich ein Fahrrad, speziell ein Rennrad von hinten nähert kann man es wegen der dünnen Bereifung kaum hören.



Nein ich rede von den Leuten, die sogar mich als gelassenen Menschen zur Weißglut bringen, weil sie mich und meinen Hund erheblich gefährden. Außerdem bringen sie kleine Kinder, deren Bewegungen auch nicht immer vorhersehbar sind, auf den Spazierwegen in Gefahr und ältere Menschen sind auch nicht begeistert von diesen Rad-Rambos.

Diese Möchtegern Sportler fahren auf unseren Spazierwegen mit Tempo 30 KMH und schneller von hinten dicht an einem vorbei ohne Klingel oder Rufzeichen, nachts auch oft ohne Licht. Ich habe letztes Jahr einige Male einen Sprung zur Seite machen müssen und meinen Hund an der Leine auf die Seite gerissen. Einmal sogar hat mein Hund gerade „Sitz“ gemacht und einer dieser „Sportler?“ ist ihm über den Schwanz gefahren. Ich möchte an dieser Stelle nicht wiederholen, was ich ihm nachrief. Er zeigte mir seinen Finger.

Dies passiert nicht nur mir, ich kenne sehr viele Hundehalter und Mütter mit kleinen Kindern, die für solche Ereignisse Zeugnis ablegen können.

Ich habe letztes Jahr auch einen Fahrer bewundern dürfen, der von vorn auf zwei Frauen beim „Walken“ mit einer hohen Geschwindigkeit zufuhr und dann mittendurch. Eine der Frauen wurde noch richtig an der Schulter herumgerissen. Was für ein Held.

Richtig gefährlich wird es in einigen Unterführungen um den Wöhrder See und Wöhrder Wiese. Einige der Wege sind zur Unterführung hin abschüssig und da wird richtig Gas gegeben. Warum müssen dort die Radfahrer nicht absteigen?

Ich habe, entschuldigt bitte, boshafterweise in meiner Frustration oft gewünscht, dass sie durch die vielen Glasscherben fahren, die ja auch an vielen Stellen immer wieder so rumliegen, was uns auch so richtig Freude bereitet, wenn unsere Hunde hineintreten und danach zum Tierarzt müssen. An warmen Sommerabenden sind wir Fußgänger mit und ohne Hund oft nur noch am ausweichen. Viele Spaziergänger empfinden diese Drahtesel– Geschwindigkeits-Junkies als viel größer Belästigung als unsere Hunde.

Hier wird oft schneller gefahren als Autos in der 30ger Zone fahren dürfen. Nur hier befinden wir uns, nicht zu vergessen, auf Spazierwegen, die zum Entspannen einladen. Was wird aus dem entspannten Spaziergang – ein Slalom und Hindernislauf.
Darüber berichtet die Abendzeitung oder Bildzeitung selten, denn es ist nicht spektakulär genug, obwohl es nachweislich mehr Unfälle mit Radfahrern im Stadtgebiet gibt als Hundevorfälle. Hundevorfälle heißt übrigens nicht unbedingt beißen. Wenn ein Hund freudig einen Passanten anspringt und dessen Kleidung beschmutzt und der Passant meldet dies, gilt dies schon als Vorfall. Wirkliche Beißvorfälle gegen Menschen sind eher selten. Eine eindeutige Statistik wird nicht geführt, denn dann könnte vielleicht festgestellt werden, wie viel Wind um Nichts über unseren „Ach so gefährlichen Hunde“ gemacht wird“.

Ich habe schon oft mit den Parkwächtern über die Themen Radfahrer und Scherben gesprochen, uns als Hundehalter können sie bei Verstößen gegen die Grünanlagenverordnung anhalten, denn wir laufen nicht weg. Die rasenden Mountainbike-Jokeys sind zu schnell für sie und lachen die Parkwächter höchstens noch aus wenn diese versuchen würden, auf ihren Familienrädern zu folgen. Die Polizei kümmert sich um diese Raser auch nicht, was mich nicht wundert, die haben genug mit den Rasern auf der Straße in Autos zu tun.

Die Fahrer mit unverschämter Fahrweise sind beileibe meist keine Jugendlichen, es sind oft 30 jährige aufwärts bis 50 oder älter, die glauben, sich und der Welt etwas beweisen zu müssen. Ich fahre selbst auch Rad und bin schon einige wenige Male einem dieser Geschwindigkeits-Junkies nachgefahren und war sehr verwundert, dass diese nur schnell gefahren sind wo Leute waren und sie glaubten, bewundert zu werden. Sobald es auf den Wegen ruhiger wurde fuhren sie langsamer und schnauften wie eine alte ausgediente Dampfmaschine. Die schlimmsten dieser Drahtesel-Peiniger sind keine Jugendlichen, nein es sind wirklich, kaum zu glauben, die 30 jährigen und aufwärts, scheinbar leiden sie beim Angeben unter Kontrollverlust und sehen es als letzte Möglichkeit jugendlich und sportlich zu erscheinen.

Seltsamerweise sind diese unverschämten rücksichtslosen Rad-Rambos aber keine dummen primitiven oder gar asozialen Leute, nein, es sind der Buchhalter der vielleicht um die Ecke wohnt, der Manager eines Unternehmens oder gar ein Angestellter der Stadt, die sich in Ihrer Freizeit austoben wollen. Es ist auch wahrlich nicht immer Bösartigkeit oder Absicht hinter dieser Verhaltensweise, nur einfach Gedankenlosigkeit, die scheinbar normal wird in einer immer rücksichtsloseren Welt, in der viele versuchen, ihren Freiheitsrahmen auf Kosten von Einschränkungen anderer zu erweitern. Diese Gedankenlosen haben wir natürlich wie in jeder anderen gesellschaftlichen Gruppe auch bei uns Hundhaltern, aber wir versuchen etwas dagegen durch Aufklärung zu unternehmen.

Dies ist bei anderen Verkehrsteilnehmern die Pflicht der Stadt.

Warum wird von der Stadtverwaltung und dem Gartenbauamt hier nicht gegengesteuert durch Aufklärung und ordentliche Beschilderung mit Geschwindigkeitsbegrenzung für Radfahrer? Dies ist eine berechtigte Frage. Warum kontrolliert hier nicht die Polizei nachts die Radbeleuchtung nicht häufiger. Ich habe mir einen Abend im Spätsommer die Arbeit gemacht und gezählt, von 48 Fahrern waren mehr als die Hälfte ohne Licht gefahren und manche ganz schön schnell.

Es kann doch nicht richtig sein wenn auf Spazierwegen, die mit Radfahrern geteilt werden, eine solch hohe Geschwindigkeit gefahren werden darf dazu noch ohne Licht und oft ohne Klingel. Durch Radfahrunfälle können dem Fahrer und dem Opfer sehr große körperliche Schäden entstehen, zudem man als Spaziergänger nicht mit Helm herumläuft.

Die wirklich guten sportlichen Radrennfahrer trifft man auf den Spazierwegen selten und diese fahren dort langsam und fahren wirklich nur da schnell, wo sie niemanden in Gefahr bringen. Die Profis unter den Mountain-Bikern findet man im Wald auf einigen schwierigen Strecken, auch diese benutzen die Spazierwege zur An– und Heimfahrt. Gegen die ist auch wenig zu sagen, denn ihr Benehmen und Fahrstil ist meist einwandfrei und rücksichtsvoll weil sie sich auf echten Bike Strecken austoben.

Wäre es nicht langsam überlegenswert, auch für Radfahrer ein Kennzeichen einzuführen? Man hat kaum eine Möglichkeit die schwarzen Schafe anzuzeigen, denn sie rasen einfach davon. Ich bin normalerweise gegen zu viele Reglementierungen durch den Staat, aber genau wie leider viele Hundehalter keine Hundehaftpflicht abgeschlossen haben, so haben sehr viele Radfahrer auch keine Privathaftpflicht, die Fahrradunfälle abdeckt und die Opfer dann leider häufig leer ausgehen.

Mit Jugendlichen besteht nur ein kleines Problem auf unseren Spazierwegen weil diese als Inline Skater unterwegs sind, auch nicht gerade langsam und oft auch mit 20 – 30 KMH. Hier liegt das Problem darin, dass sie einfach noch mehr Platz durch den Fahrstil beim Skaten beanspruchen als Radfahrer. Unter den Skatern sind die meisten auch etwas vernünftiger als bei den Radfahrern, weil das Risiko eines Sturzes etwas höher ist.

Liebe Stadträte von Nürnberg, auch die vernünftigen Hundehalter haben mit ihrem Hund ein Recht auf Entfaltung, auch wir zahlen Steuer wie jeder andere. Statistisch gesehen liegen viele Hundehalter im mittleren bis höheren Einkommensbereich und tragen damit schon - ohne den Wirtschaftsfaktor Hund einzuberechnen - wie jeder andere auch zum Einkommen der Stadt bei, zusätzlich zahlen wir noch Hundesteuer, die in Nürnberg nicht gerade gering ist. Die Hundesteuer ist aber noch der kleinste Posten. Wir helfen Arbeitsplätze zu erhalten bei Tierärzten mit ihren Angestellten, in Zoohandlungen, bei Futtermittelherstellern. Wir zahlen auf alle unsere Einkäufe für unseren Hund Mehrwertsteuer.

Ich habe grob errechnet, wenn alle Ausgaben von Hundehaltern für ihren Hund berücksichtigt und die Steuern daraus errechnet werden, die an Hunde gebundenen Arbeitsplätze mit Lohnsteuer usw., hat die Stadt Nürnberg nach Abzug aller Kosten wie für Kotbeseitigung, Einrichtung und Erhalt von Hundezonen einen Gewinn an den Hundhaltern von ca. 2 Millionen Euro pro Jahr, die in den allgemeinen Haushalt fließen. Das ist nicht wenig. Dafür werden wir aber sehr oft mit unseren Bedürfnissen und die unserer Hunde übergangen. Einige kleine Änderungen, die auch anderen Nutzern der Grünanlagen einige Regeln aufbürden, wären bestimmt angebracht. Speziell auch der Fahrradbeauftragte der Stadt sollte sich darüber mal einige Gedanken machen und ist gefordert, mit Aktionen der Raserei Einhalt zu gebieten.

Bitte teilt uns in der Rubrik „Kommentare“ unter diesem Artikel Eure Erfahrungen mit Radfahrern mit. Wir freuen uns über jede Zuschrift. (MZ)

 Geschrieben am 27.02.2006, 20:54:06 von Hundezone

 
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