HUNDEZONE e.V.

Wesenstest und rechtliche Folgen
Datum: 01.04.2006, 21:23:11
Thema: Kampfhunde


Autor: Manfred Ziegler

Zuerst möchte ich einige rechtliche und kynologische Aspekte bezüglich der Listenhunde in den Landesverordnungen Bayern und einigen anderen Bundesländern erläutern, bevor ich zum eigentlichen Wesenstest komme.

In Bayern sind sogenannte „Kampfhunde“, dieser Begriff wird unrichtigerweise verwendet, in Klasse I und Klasse II aufgeteilt. Klasse I bedeutet ein Haltungsverbot für folgende Rassen:



1.Pit Bull

2. Band Dog (gibt es hier gar nicht und ist auch nirgendwo als Rasse anerkannt)

3.Staffordshire Terrier

4.American Staffordshire Terrier
5. Staffordshire Bullterrier
6. Tosa Inu (Der Tosa Inu wird in Japan mit Beißhemmung gezüchtet, er wird für Hundekämpfe verwendet, die aber mehr Ringkämpfen ähneln, ungefähr wie Sumo Ringer, die sich nicht schlagen dürfen – der Tosa Inu darf nicht beißen; dies führt im Wettkampf sofort zur Disqualifikation des Hundes. Deshalb eine angezüchtete Beißhemmung)

Fraglich aus kynologischer Sicht ist, ob Liste I - Hunde wirklich bei normaler Haltung gefährlicher sind als andere Hunde. Auch das Bundesverfassungsgericht war sich darüber nicht ganz klar, wie sich in dem Urteil vom 16.03.2004 mit Aktenzeichen 1 BVR 1778/01 zeigt. Im Gegensatz zu den bayrischen Listen wurden dort lediglich die Rassen

1. Pit Bull
2. American Staffordshire
3. Staffirdshire Bull Terrier
4. Bull Terrier

benannt und nur ein Einfuhr- und Verbringungsverbot mit Strafe belegt. Von sogenannten Band Dogs und Tosa Inu oder anderen Rassen keine Rede. Obigen Hunden wurde zwar die Möglichkeit der übersteigerten Aggression zugesprochen, aber nicht ausschließlich nur rassebedingt sondern auch aufzucht– und haltungsbedingt. Es wurde in der Begründung auch erwähnt, dass die Gefährlichkeit oft mit der fehlenden Zuverlässigkeit und Sachkunde des Halters korreliert.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts bezog sich ausschließlich auf strafrechtliche Relevanzen, während die restlichen Problematiken auf Länderebene verwiesen wurden.

Durch Gespräche mit erfahrenen Kynologen und Ethologen lehne ich immer noch eine ausschließlich auf Rasse basierende Einstufung in die Liste I wie in Bayern ab. Vielmehr sollten Haltung, Sachkunde und Zuverlässigkeit des Halters mit einbezogen werden. Eine Liste I mit Haltungsverbot soll es für Hunde ungeachtet der Rasse geben, die stark auffällig geworden sind oder die entgegen dem Tierschutz aggressiv gegen Mensch und Tier erzogen werden. Ich kenne persönlich zwei Fälle, bei denen die Erziehung so stattfindet. Die Ämter dürfen aber erst einschreiten, wenn etwas schlimmeres passiert ist, also leider nicht vorbeugend. Auch dies sollte geändert werden und solche Personen müsste man auf Grund der Tierschutzgesetze schnell belangen können und den Hund einziehen.

In meinem Gespräch mit dem hessischen Innenministerium bezüglich der hessischen Hundeverordnung erfuhr ich folgendes - und ich finde diese Regelunge so gut, dass ich versuchen werde, Eingaben an das Innenministerium Bayern zu formulieren um eine ähnliche Gesetzesänderung einzuführen. In einschlägigen Kreisen werde ich mich damit sicherlich sehr unbeliebt machen.
In Hessen gibt es keine „Kampfhunde“ sondern nur Listenhunde, denn das hessische Verwaltungsgericht hat das alleinige Merkmal einer Rassezugehörigkeit nicht als Grund eines Verbots einiger Rassen für gerechtfertigt gehalten.

Es gibt „nur“ Listenhunde, die unter Auflagen gehalten werden dürfen. Dazu gehören:
1. Pit Bull / American Pit Bull
2. Stafforshire Terrier / American Staffordshire Terrier
3. Bullterrier
4. American Bull
5. Dogo Argentino
6. Fila Brasileiro
7. Kangal
8. Owtscharka
9. Mastiff
10. Mastino Napoletano
Diese Einteilung finde ich angemessen, denn Hunde wie Kangal oder Owtscharka haben rassebedingt bei falscher Haltung ein meiner Meinung nach noch höheres Gefahrenpotential als zum Beispiel ein American Bull. Nürnberg hat noch einige mehr Hunde auf der Liste als Hessen. Das finde ich auch soweit in Ordnung, denn eigentlich sollte so kontrolliert werden, dass alle großen Hunde und auch einige der kleinen Rassen richtig gehalten werden und der Halter und jeweilige Hundführer die Eignung und Sachkunde dafür vorweist.
Der sehr begrüßenswerte Unterschied von Hessen zu Bayern ist, dass eine Halterüberprüfung stattfindet. Das betreffende Ordnungsamt holt über den Halter beim Bundeszentralregister eine uneingeschränkte Auskunft ein. Darauf sind zum Beispiel auch Jugendstrafen vermerkt, denn viele der oben genannten Rassen findet man bei jungen Erwachsenen.

Ist eine Vorstrafe bezüglich Gewalt-, Eigentums- oder Drogendelikten jünger als 5 Jahre, kann dem Halter der Listenhund verboten werden. Verboten werden kann ein Listenhund auch, wenn von amtlich anerkannter Stelle kein Sachkundenachweis des Halters vorliegt. Der positive Wesenstest des Hundes ist ein wichtiger Bestandteil der Haltungsgenehmigung. Des weiteren ist für diese Hunde in Hessen eine Haftpflichtversicherung Pflicht.

Persönlich finde ich die Halterüberprüfung für mindestens genau so wichtig wie den Wesenstest, sogar wichtiger. Ich kann jederzeit innerhalb von 2-3 Monaten die meisten Hunde für einen positiven Wesenstest konditionieren, speziell wenn der Test im Alter von 15 Monaten abgenommen wird und 4 Monate nach dem Test wieder einen negativ aggressiven Hund haben. Aus diesem Grund plädiere ich bei allen Listenhunden für eine Nachprüfung nach psychischer Reife im Alter von ca. 3 Jahren, also ca. 12 bis 15 Monate nach der ersten Prüfung. Die Entwicklung und der Charakter können sich in dieser Zeit gravierend ändern. Eine derartige Regelung wäre analog zum Waffengesetz, bei dem ich auch eine Personenüberprüfung habe und den Nachweis erbringen muss, ein Minimum an Stunden auf dem Schiessstand verbracht zu haben.

Folgende Änderungen werde ich mit meiner Eingabe anstreben:

1. Aufhebung des generellen Verbots einiger Rassen. Begründung: Hunde der Liste II wie Cane Corso, Alano, Dogo Canario sind in Zukunft Ausweichhunde wegen ähnlichem Aussehen mit den bisher verbotenen Hunden und deren Aggressivität ist keinesfalls geringer. Dies kann man bereits jetzt bei Hundeausstellungen und Werbung von Züchtern dieser Rassen deutlich erkennen. Außerdem ist es bei Mischlingen kaum möglich, einen korrekten Nachweis über die Rasse zu führen, denn Aussehen alleine ist nicht ausschlaggebend. Es gibt einige Kreuzungen anderer Rassen, die dann aussehen wie verbotene Rassen. Spätestens da muss man den Sinn oder Unsinn dieser Rasseregelung hinterfragen.

2. Erweiterung der Liste II mit Aufnahme von Kangal, Owtscharka und ähnlichen Hunden, denn deren aggressives territoriales Verhalten steht außer Frage und die durch die Größe bedingte Beißkraft steht den Listenhunden sicherlich in nichts nach. An Schäferhunde zu denken ist wohl zwecklos, dafür ist diese Lobby zu stark, in die Liste gehören sie aber eigentlich schon wegen der Häufigkeit der Beißvorfälle.

3. Halterüberprüfung wie in Hessen mit Auszug aus dem Bundesregister.

4. Sachkundeprüfung durch Gutachter oder andere amtlichen Stellen

5. Wesenstest wie bisher, aber mit Nachprüfung nach weiteren 12 bis 24 Monaten, also im richtigen Erwachsenenalter des Hundes. Bei der Nachprüfung sollte ein weiterer Bestandteil eingebaut sein adäquat zur Begleithundeprüfung. Dadurch wird gewährleistet, dass der Halter mit seinem Hund arbeitet und sich die Bindung und Unterordnung verbessert.

6. Die Hunde müssen mit Chip gekennzeichnet sein.

7. Hundehaftpflicht für alle Listenhunde (eigentlich alle Hunde) sollte ähnlich der KFZ Versicherung Bundesgesetz werden. Leider konnten sich Politiker darauf noch nicht einigen und Landesgesetze greifen hier nicht.

In Hessen muss bei Umzug des Halters dieser der Behörde, die das Hundewesen kontrolliert, Anschriftenwechsel genau so mitteilen wie auch dem Einwohnermeldeamt. Meldepflichtig ist auch der Verkauf oder sonstige Verlust des Hundes.

Ich glaube, solche Maßnahmen sind erheblich erfolgreicher als ein generelles Verbot einiger weniger Rassen, denn wie ich aufgezeigt habe, gibt es genug Ausweichmöglichkeiten und bis der Gesetzgeber auf gewohnt langsame Art reagiert, muss er schon wieder längere Übergangsfristen gewähren.

Bei allen anderen Hunden, die auf Grund von gravierenden Vorfällen als gefährlich eingestuft werden, sollte man analog vorgehen.

Der Wesenstest in Bayern:

Ich hatte in den letzten Jahren Gelegenheit, bei verschiedenen Gutachtern Wesentests zu beobachten und muss sagen, es gibt zwar einen vorgeschriebenen Standard, die Handhabung ist aber so unterschiedlich, dass man manchmal die einzelnen Elemente des Tests nicht vergleichen konnte. Manche Bewertungen ließen auch normale Reaktionen des Hundes außer acht und überbewerteten normale Abwehraggression als Angriffsaggression. Man kann halt jeden durchfallen lassen, wenn man nur will. Man kann aber sicherlich nicht jeden durchbringen wenn man will, denn bei offensichtlichem Fehlverhalten wird kein Gutachter seine offizielle Ernennung für ein „Gefälligkeitsgutachten“ aufs Spiel setzen. Ein Wesenstest sollte wirklich korrekt ablaufen und dabei die natürlichen Aggressionen des Hundes berücksichtigen.

Ich heiße Asra. Der Gutachter Herr Unger
wollte mir schon den Friedensnobelpreis anbieten.
In Frankreich bin ich ein nationales Symbol, als ich meinen französischen
Hundefreunden erzählte, ich bin in Deutschland ein Kampfhund lachten sie mich fast aus
.

Teil 1: Begrüßung, allgemeiner Teil, Verhalten im eigenen Revier

Schon beim Eintreten in das Revier des Hundes wird er vom Gutachter beobachtet wie er sich Fremden gegenüber verhält. Bei der Begrüßung wird er durchaus auch mal angerempelt um zu sehen, ob und wie er opponiert. Genau beobachtet wird auch das Verhalten bei normaler Begrüßung des Halters, ob sich bei Annäherung Angriffsaggressionen zeigen. Schon beim Läuten an der Haus– oder Wohnungstür wird auf die Art des Bellens geachtet, ob aggressiv oder normal wachsam. Beobachtet wird auch, wer zuerst an der Tür ist und Fremde begrüßt, Hund oder Halter, denn auch dies lässt bereits Rückschlüsse zu, wer im eigenen Revier das „Sagen“ hat.

Es erfolgt dann eine allgemeine Begutachtung über den Zustand des Hundes und Haltungsbedingungen mit Bestimmung und Benennung der Rasse (Abstammung), um verbotene Liste I Hunde auszuschließen. Chipnummer und Impfpass bzw. neuer Heimtierausweis werden überprüft, denn auch hier wird der Tierarzt in der Regel eine Rassebezeichnung eingeben. Es wird in Augenschein genommen, wie der Hund untergebracht und wie sein äußerer Zustand ist.

Der Gutachter wird nach einigen Minuten des Kennenlernens den Hund freundlich rufen und sehen, ob der Hund einer freundlichen Aufforderung folgt und sich streicheln lässt.

Im weitern Gespräch mit dem Halter wird der Prüfer laut gegenüber dem Halter und beobachtet die Angriffs– oder Fluchttendenz des Hundes. Die kritische Distanz zum Hund wird durch einen Stock verkürzt um zu sehen, ob es zum Biss in den Stock kommt. Dabei ist auch zu bewerten, ob dies im Rückwärtsgehen der Verteidigung dient oder ob Angriffsabsichten vorliegen. Schlagbewegungen in Richtung Hund werden ausgeführt, natürlich ohne ihn zu treffen.

Der Halter muss nun seinen Hund beruhigen können, so dass dieser wieder schnell ein absolut aggressionsfreies Verhalten zeigt. Er sollte, nachdem er sich beruhigt hat auch wieder vom Prüfer, ohne Aggressionen zu zeigen, anfassen lassen.


Teil 2.Prüfung in der Öffentlichkeit: Angeleint
.

Hier sollte sich der Hund gegenüber allen anderen Teilnehmern gleichgültig verhalten, nicht an der Leine ziehen und sich jederzeit kontrollieren lassen. Egal ob Radfahrer, Fußgänger, Skater, Kinder - der Hund soll gleichgültig daran vorbeigehen, auch in kurzer Distanz bei Menschenansammlungen. Selbstverständlich soll dies in gleichem Maße bei Führung des Hundes durch eine Ersatzperson geschehen, da eine zweite Person immer benannt werden muss, falls der Halter durch Krankheit oder Abwesenheit nicht in der Lage ist, den Hund selbst auszuführen. Während des „Spaziergangs“ in der Öffentlichkeit wird der Gutachter Situationen entstehen lassen, wie Anrempeln des Hundes, Provokation durch einen Spazierstock, starke plötzliche Geräusche, Aufspannen eines Regenschirms direkt vor dem Hund, in den Aktionsbereich des Hundes laufen und ihm den Weg versperren, auch drohend. Der Hund darf zwar etwas erschrecken aber keine Tendenz zur Aggression zeigen, eher ein ausweichendes Meideverhalten. Der Prüfer kniet sich eventuell vor den Hund um ihn zu streicheln, wie es Kinder manchmal tun, auch hier muss der Hund absolute Ruhe bewaren.

Ein weitere wichtiger Teil der Begutachtung sind die Reaktionen des Hundes in angebundenem Zustand wenn die Halter außer Sichtweite sind. Er muss sich ablegen lassen und Personen, welche an ihm vorbeigehen, joggen oder fahren unbeachtet lassen bzw. er kann sie beobachten aber ohne Tendenz zur Aggression. Der Prüfer wird einige Situationen stellen z.B. an den angeleinten Hund dicht wie ein Betrunkener herantorkeln. Der Hund darf nicht zum Angriff übergehen; etwas abwehrendes Bellen im Rückwärtsgang ist sicherlich erlaubt. Eine Reizung mit Gegenständen, die geworfen werden, sollte der Hund ebenfalls mit Meideverhalten beantworten.


Teil 3.Prüfung in der Öffentlichkeit: Angeleint und Freilauf - Verhalten gegenüber anderen Hunden und Tieren.

Der Hund sollte ohne Angriffsaggressionen an der Leine an anderen Hunden, auch gleichen Geschlechts vorbeigeführt werden können. Bei Angriffszeichen von angeleinten anderen Hunden sollte er höchstens mit Verteidigungsbellen, ohne aufgerichtete Vorwärtsbewegung die auf Angriff deutet, antworten. Im Freilauf bei Begegnungen mit dem anderen Geschlecht sollte keine, mit dem eigenen Geschlecht höchstens normale Imponierdominanz auftreten, ohne jegliche Eskalation zum Beißen. Er muss sich von seinem Halter jederzeit abrufen lassen. In jeder Situation, auch bei Sichtung von anderen Tieren wie Vögel, Katzen, Eichhörnchen muss der Hund dem Abrufkommando sofort folgen. Während der gesamten Überprüfung ergibt sich auch ein Bild darüber, ob der Hund andere Grundübungen wie Platz, Hier, Sitz und Fuß sicher und unverzüglich befolgt. Daraus wird der Gutachter Schlussfolgerungen über die Dominanzstellung zwischen Hund und Halter ziehen.

Ich bin Sheila,schon fast 9 Monate alt und
ein American Bull und wahrscheinlich Ridgeback Mix.
Bald bin ich dran, was soll 's, mein Trainer sagt, ich schaffe das schon.
Alleine bin ich auch nicht, denn meine 3 anderen Geschwister werden
am gleichen Tag geprüft. Das haben wir so verabredet. Gemeinsam sind wir stark. Alleine - na ja.

So ungefähr sieht der Ablauf eines normalen Wesenstests aus.

Es gibt leider auch Gutachter, die von Listenhunden ein schon übernatürliches Verhalten, welches nicht hundegerecht ist erwarten, indem sie Prüfungselemente integrieren, bei denen ein normaler Hund einfach nicht das Nervengerüst hat, längere Zeit standzuhalten.

Eine Vorgehensweise ist, sehr viele Elemente wie oben genannt ganz kurz hintereinander zu bringen, ohne dem Hund eine kleine Beruhigungspause zu gönnen und dabei noch weitere Prüfungsteile zu integrieren wie zum Beispiel sich hinlegen, kurz vor dem Hund aufspringen und weglaufen, oder plötzlich aus einem Gebüsch springen – der vierbeinige Prüfling darf weder vor Schreck bellen, noch hinterherlaufen.

Der Halter muss sich in eine Gruppe Personen, die eng zusammenstehen, mit Hund hineindrängen, wobei Körperkontakt entsteht und die Personen noch laut werden. Oder, was auch häufiger verlangt wird, ist, dass ein sehr aggressiver Hund nahe an dem Prüfling zähnefletschend vorbeigeführt wird, der eigene Hund darf dabei keine Angriffstendenz zeigen.

Manchmal wird von dem Tester auch noch weite flatternde schwarze Kleidung angezogen (weiter Regenmantel oder ähnliches) was bei dem Hund für noch mehr Irritation sorgt.

Es darf deutlich gesagt werden, dass sehr viele „normale“ Hunde, die nicht auf der Liste stehen, einen solchen Test nicht bestehen würden. Die Anforderungen sind insgesamt hoch, bei schneller Folge der Prüfungseinheiten ohne entsprechende kleine Beruhigungsphasen geraten Hund und Halter unter Stress und der Stress und Nervosität des Halters übertragen sich noch zusätzlich auf den Hund.

Am Schluss der Prüfung in der Endbesprechung sollte der Hund dem Prüfer auch wieder wohlgesonnen sein und sich von ihm streicheln lassen.


Ich begrüße Wesenstests und halte sie für dringend erforderlich, meiner Meinung nach aber sollte die Messlatte nicht höher als notwendig angesetzt werden. Denn meiner Erfahrung nach würden momentan von den vielen großen und kleinen Hunden die ich selbst kenne und die nicht auf der Liste stehen, ca. 50% einen Wesenstest nicht bestehen. Wie oben bereits erwähnt würde ich es für richtig empfinden, immer eine Nachprüfung folgen zu lassen und dabei vielleicht noch einige Elemente der Begleithundprüfung zu integrieren.

Genau wie ich Wesenstests begrüße, würde ich auch gerne für alle Hunde und speziell für große eine abgeänderte Begleithundprüfung sehen. Ein Wesenstest für alle großen Hunde und schwierige kleine Rassen wäre natürlich optimal. An einem Zwergpudel zum Beispiel kann man diesen Kelch natürlich vorübergehen lassen. Eine gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung müsste für alle Hund gelten. Momentan ist nur ungefähr jeder zweite Hund versichert, im Schadensfall gehen viele Opfer leer aus. Leider sind mir auch da einige Fälle bekannt.

Nach allen geschilderten Situationen, die so ein Prüfling durchmachen muss, ist zu sagen, dass der Test für einen gut erzogenen Hund bei einem vernünftigen Gutachter durchaus zu bewältigen ist.

Wird der Wesenstest nicht bestanden, so ist für den Hund während der Zeit bis zur nächsten Prüfung der erhöhte Hundesteuersatz zu zahlen. Weiterhin werden bei erfolgloser Prüfung fast immer Leinenzwang und Maulkorbzwang ausgesprochen und zwar immer und überall. Möglich ist auch, dass nur im Freilauf die Prüfung nicht bestanden wird, dann ergeht wahrscheinlich vom Amt ein Leinenzwang mit der Möglichkeit einer Nachprüfung innerhalb einer vorgegebenen Frist, die bis zu einem Jahr währen kann.

Am 15. April folgt ein ausführlicher Artikel über die Begleithundeprüfung und wie man sich darauf vorbereitet.

Anschriften von Gutachtern, die eine korrekte Abnahme des Wesenstests durchführen, erfahrt Ihr gerne über unseren Verein. Damit werden natürlich die Gutachter, welche wir nicht empfehlen nicht diskreditiert, sondern mit denen haben wir keine Erfahrungswerte. Empfehlen kann ich nur was ich auch kenne. Kontaktanschrift seht Ihr im Impressum.










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